Feuerwehrmann stirbt bei Löscheinsatz in Marne

Datum 6.12.2015 20:05:05 | Kategorija: Evropa

Ein Feuerwehrmann ist in einem brennenden Haus ums Leben gekommen. Die genauen Umstände sind noch nicht geklärt.


Das Feuer brach am Sonntagmorgen in Haus in Marne aus.

Marne | Ein Feuer in einem Wohn- und
Geschäftsgebäude in der Marner Innenstadt (Kreis Dithmarschen) hat am
Sonntagmorgen für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. Dabei kam ein
Feuerwehrmann ums Leben, wie eine Polizeisprecherin in Itzehoe auf
Nachfrage bestätigte. Wie es zu dem Todesfall kam, ist noch unklar. Die
Einsatzausrüstung des verunglückten Feuerwehrmannes wurde durch die Polizei beschlagnahmt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlung zum Unglück aufgenommen. Die Feuerwehr Marne ist aus dem Einsatzgeschehen herausgelöst und wird seelsorgerisch
betreut. Ein weiterer Feuerwehrmann wurde leicht verletzt in ein
Krankenhaus eingeliefert.



Der Brand war gegen 9.30 Uhr im Dachstuhl des dreistöckigen Hauses
ausgebrochen. Die Brandursache ist noch unklar. Insgesamt waren 150
Feuerwehrleute im Einsatz. Sie brachten den Brand in einem
Eisenwarenladen unter Kontrolle, wie ein Sprecher der Feuerwehr Marne
sagte. Noch drei Stunden später löschte die Feuerwehr auflodernde
Glutnester. Die Einsatzstelle gesichert und von einem Statiker
begutachtet. Eine Brandwache wird durch die Nachbarfeuerwehren bis in
die Morgenstunden sichergestellt.


Im Einsatz waren auch Kräfte der Rettungsdienstkooperation (RKiSH),
der Polizei sowie das DRK mit einem Betreuungszug zur Versorgung der
Einsatzkräfte.


Der tödliche Unfall hat Trauer und Entsetzen bei den Feuerwehren des
Landes Schleswig-Holstein ausgelöst. Landesbrandmeister Detlef Radtke,
Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein, und Dithmarschens Kreiswehrführer Hans-Hermann Peters zeigten sich zutiefst betroffen:
„Unser tiefes  Mitgefühl gilt in erster Linie den Angehörigen des
Kameraden, aber auch den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Marne.“


Neben der Aufklärung der Ursache für diesen tragischen Unfall steht
aus Sicht der Feuerwehr im Moment die Betreuung der Feuerwehrangehörigen
im Mittelpunkt, die ihren Kameraden im Einsatz verloren haben. „Denn
das ist das Schlimmste, was Feuerwehrleuten passieren kann“, betonen
Radtke und Peters. „Bei aller hochentwickelter Technik und intensiver
Schulung darf nie vergessen werden, dass Feuerwehrdienst immer auch
etwas mit Gefährlichkeit zu tun hat“, sagt Landesbrandmeister Detlef
Radtke.Der letzte tödliche Unfall im Einsatzgeschehen in
Schleswig-Holstein liegt neun Jahre zurück. Im Dezember 2006 kam ein
Rettungstaucher der Freiwilligen Feuerwehr Itzehoe bei einem Einsatz ums
Leben.


Marnes Bürgermeister Klaus Braak zeigte sich zutiefst erschüttert:
„Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und den Kameraden unserer
Marner Feuerwehr“. In Absprache mit Amtsvorsteher Harm Schloe wurde für
die Stadt Marne für Montag Trauerbeflaggung angeordnet. Der Brandschutz
für die Stadt Marne wird auf unbestimmte Zeit von den umliegenden
Nachbarfeuerwehren übernommen.

http://www.shz.de/schleswig-holstein/panorama/feuerwehrmann-stirbt-bei-loescheinsatz-in-marne-id12136926.html#





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